Das Posidelki-Projekt


Projektdurchführung: Elena Neumann
Tel. 04821 / 4378042
Ort: LOS-Center am Albert-Schweitzer-Ring 24b

Posidelki bei der Arbeit

Das Ziel des Posidelki-Projekts ist es, kulturelle Großveranstaltungen für russischsprachige Imigranten zu organisieren. Bei Tee und Kuchen werden aber auch private Themen besprochen und über sich über Neuigkeiten ausgetauscht.
Berühmt-berüchtigt sind die Weihnachtsfeiern, die das Projekt alljährlich realisiert.

Seit bereits einem Jahr wirken die Frauen des Posidelki-Projekts aktiv der edendorfer Monotonie entgegen. Sie haben sich auf die Fahnen geschrieben, immigrierten Hausfrauen, die sich ins Private zurückgezogen haben, die Möglichkeit zu bieten, aus ihrem eintönigen häuslichen Alltag auszubrechen. „Viele haben auch einfach Angst im Umgang mit Deutschen etwas falsch zu machen“, so die Leiterin des Projekts Elena Neumann, „Es sind sehr talentierte und fähige Frauen darunter; wir versuchen sie zu mobilisieren.“ Eine davon ist Ella Bataschov, die als begabte Zeichnerin und Theaterakteurin mitarbeitet und auch immer ein offenes Ohr für die Probleme anderer hat. „Viele kommen zu mir auf der Suche nach Unterstützung, nach einem Rat, oder auch einfach nur einem guten Wort.“ Und so organisiert und koordiniert das „Posidelki“-Projekt mit seinen 12 aktiven Mitgliedern, getragen von der EU und der Stadt Itzehoe im Rahmen des Programmes „Lokales Kapital für Soziale Zwecke“, sieben große Veranstaltungen für Groß und Klein im Programmjahr 05/06. Die Spanne reicht von einem traditionellen russischen Weihnachtsfest für Kinder in einer eigens gemieteten Halle bis zu Grillnachmittagen kombiniert mit einem Flohmarkt in Edendorf. Dabei kooperiert „Posidelki“ eng mit den anderen Projekten des LOS-Programms, wie der Theater- oder Tanzgruppe.

Zur Zeit arbeiten sie daran, die russische Gemeinde und Kultur den Itzehoern auf kulinarischem Weg, also sprichwörtlich „durch den Magen“, näher zu bringen. Zu diesem Zweck ist u. a. vorgesehen einen „Pilmeni“-Stand auf der Itzehoer Woche aufzubauen. Pilmeni, zu Deutsch befüllte Teigtaschen, sind ursprünglich eine sibirische Spezialität die heutzutage als eines der russischen Nationalgerichte angesehen wird. Laut Elena Neumann wollen sie damit nachholen, was russische Gemeinden in anderen Regionen schon längst etabliert haben. „In Nordrhein-Westfalen sind sie da schon viel weiter“, so die couragierte Leiterin. Ein anschauliches Beispiel aus einer ganz anderen Richtung für erfolgreiche kulinarische Integration einer fremden Kultur finde sich bereits in fast jeder Stadt: der Dönerkebab.